Trotz Höhen und Tiefen – geilstes Rennwochenende ever

ITU World Triathlon Hamburg 2015 – der Name ist Programm. Ein Riesenevent mit 10.500 Startern an 2 Tagen. Tolle Eventlocation und echt super Organisation. Am Freitag angereist und gleich mal runter an die Alster. Mit dem Blick auf das Eventgelände dann schon das erste Mal Gänsehaut! Am Samstag die Crew um Danyo getroffen und Startunterlagen geholt. Als Highlight treffe ich Sarah Schröder, die Rookie Starterin und Hauptdarstellerin aus dem Film „Wechselzeiten“. Vor ca. 1 Jahr war sie mit ihrer Story im Film hauptverantwortlich dafür, dass ich das Schwimmen und damit den Triathlon-Sport nicht aufgegeben habe.

Lecker Essen mit dem Papa und alles inkl. Hotel ist einfach nur perfekt. Ich schlafe wie ein Baby und alles läuft nach Plan. Zwei Fragezeichen wirft der Raceday aber noch auf, wird mein Sattel mit der Carbonpaste von Matthias Fackler wieder nach untern rutschen, und wie reagiert mein Körper auf den 8 Wochen Kohlehydratentzug wenn er im Rennen nur Fett zum Antreiben hat?

Sonntag Morgen, IT IS RACEDAY  pünktlich fängt das Wetter an den Hamburgstyle auszupacken und es regnet in Strömen. Mein Tief ist da NULL BOCK hab ich auf den Scheiss. Ich checke das Rad ein und gehe vom Hotel weil es so kalt ist schon im Neo zum Start.

Ab ins Wasser und mit teils Brust und weniger teils Kraul bedeutet heute Alsterwasser nicht den sonst üblichen Durstlöscher. Schwimmen läuft dennoch für meine Verhältnisse ganz gut und nach 35 Minuten geht es aus dem Wasser. Die Wechselzone ist 750m lang und der Weg dorthin zieht sich auch. Mit dem Rad raus auf die Strecke und zum Glück ist der Regen weg. Eine Frage hat sich schnell geklärt, keinen Kilometer hält der Sattel und fängt an zu rutschen. Der Frust ist irre groß und ich bin knapp davor den DNF einzuleiten. Aber ich wollte unbedingt die zweite Frage klären, und so bleibe ich bei meiner Pulsfrequenz auch wenn die Oberschenkel schnell anfangen zu brennen. So ein Dreck, das Gefi…. im Kopf hört natürlich auch nicht auf. Ich spule die Kilometer ab und freue mich die ganze Radfahrt nur aufs Laufen und das anschließende Essen im VIP Bereich. Runter vom Rad und ab auf die Laufstrecke. Das läuft echt gut. Auch wenn die Beine schon echt hart und durch sind laufe ich immer gut unter 5min/km. Mit 47 Minuten Laufzeit komme ich nach 2:46h ins Ziel und ich freue mich wie Schnitzel. Ich hab das Drama auf dem Rad weggesteckt und bewiesen, dass man auch ohne Carbs Leistung bringen kann. Wenn ich die Zeit in Hamburg mit letztes Jahr Tegernsee vergleiche habe ich mich wohl nicht verschlechtert. Klar gibt es in HH keine Höhenmeter aber mit dem Drama auf dem Rad und der irre langen Wechselzone hab ich gegen den Tegernsee wohl noch Zeit gut gemacht.

Jetzt freue ich mich auf die Bullerei, denn zur Belohnung gibt es heute mal Fleisch. Ich hoffe, dass mein Hersteller die Probleme mit dem Bike in den Griff bekommt. Denn am Walchsee und den 90km mit 1200hm kann ich es mir nicht leisten mit Scheiss Equipment unterwegs zu sein.

Mein großer Dank geht allen voran an meinen treuen Begleiter und den zweit-verfressensten ITU VIP Lounge Belagerer, meinen Vater. Er hat mich gefahren, mich betreut und mir das Wochenende zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Dicht darauf kommt Silvia Weihermüller, die Produzentin des Films „Wechselzeiten„. Sie hat mir den Start und den Zugang zum VIP Bereich ermöglicht, das war mein persönliches Highlight. Beim Lauf hab ich mich immer wieder mit dem Ziel „Essen in der Lounge“ motiviert und ich wusste meinen Vater immer gut aufgehoben. Weiter geht der Dank wie immer an alle Helfer an der Strecke und der gesamten Orga. Wahnsinn was ihr da auf die Beine gestellt habt. Seit gestern sagt der Bayer: „Hamburg, meine Perle! home sweet home“

Hier die harten Fakten 🙂

Platz Pl.AK Startnr. Name Staffelteilnehmer AK Swim Trans 1 Bike Trans 2 Run Ziel
1227 243 14107 » Haban, Rouven (GER) Rouven Haban MAK4 00:34:17 00:07:10 01:13:59 00:03:57 00:47:11 02:46:33 Favorit hinzufügen