Rund um Köln – 127km auf dem Rennrad

Am 12.06.2016 war es dann mal so weit, mein erstes Rennrad-„Rennen“ sollte anstehen. Ich wollte nicht wie im Jahr davor eine Easy-Sonntagsausfahrt draus machen und statt der 60km diesesmal die 127km mit Zeitvorgabe bewältigen. Von Köln aus ins bergische Land standen dazu noch knapp 1200 Höhenmeter vor mir. Und weil das ja nur ein Spaß-Wettkampf für mich sein sollte habe ich auch unter der Woche ganz normal trainiert. Nur das Carboloading habe ich brav mit Nudeln, Schoki und Briochezopf durchgezogen. Futtern mit Ausrede – voll mein Ding. Ich war eigentlich ganz auf mich alleine gestellt weil keiner meiner Radlkollegen in Köln an dem Wochenende „Zeit“ hatte. Da ich als wirklich Letzter auf die Strecke ging hab ich es auch gleich mal auf den Titel von Rund um Köln auf deren Webseite und die Best-Of-Photos geschafft. Raus aus Köln – und das schon ganz schön flott – hatte ich null Strategie oder Taktik im Kopf. Einziges Ziel: Nicht vom Kehrfahrzeug erwischt werden. Bei 30km/h Schnitt als Vorgabe war das für mich ohne ein Team für Windschatten usw. gar nicht so einfach, zumal das bergische Land und der Wind da auch ein Wörtchen mitzureden hatten. Immer wieder hab ich versucht mich an Gruppen zu hängen, was so weit hinter dem ambitionierten Feld echt schwierig war, die meisten Gruppen waren mir zu langsam und gerade am Berg bin ich den Gruppen dann meist davon gefahren und musste mich neu einsortieren. Ich denke, dass ich zweidrittel der Strecke ohne Windschatten unterwegs war und wenn ich mich irgendwo drangehängt habe, hat mir der Speed nicht gefallen. Das Rennen selbst war sehr abwechslungsreich und 2 mal den Schloßberg von Bensberg hochzuradlen hat schon was. Alles in allem ein eher unspektakulärer Sonntag und eine schöne Ausfahrt. Ich bin nächstes Jahr wieder dabei aber ich werde mein Ziel von Ankommen auf 3:45h hochschrauben, dann da geht einiges.
Danke an alle Streckenposten, Polizisten und Helfer.