Welcome to Miami – Ironman 70.3

Ich habe nach dem überwältigenden Wettkampf in St. Pölten früh in der Saison nach einem 2. Ironman 70.3 Ausschau gehalten, und was gibt es denn besseres als den Saisonabschluss mit einem Urlaub zu verbinden. Miami sollte es sein. Ende Oktober passt Miami da natürlich ganz gut, das Wetter ist toll, die Gegend sehenswert und der Wettkampf dort laut Veranstalter echt eine Reise wert. 8 Tage hatte ich um mich beim Tapering an das Wetter, das Meer und den Wind zu gewöhnen. Ich nehm es gleich mal vorweg – ich hab mich nicht daran gewöhnt. Den Urlaub überspringe ich einfach und komme direkt zum Wettkampf.

Am Sonntag um 8.35 Uhr startet meine Schwimmwelle direkt im Meer vor dem Bayfrontpark und es sollte das erste mal im Meer und NEo für mich sein. Crazy nach 40 min schaue ich auf die Uhr und da waren sicher noch 600m vor mir. Auch wenn das Meer mich trägt geht mit Kraulen mal wieder so gar nix, die Strömung macht mir als schlechtem Schwimmer voll zu schaffen. Nach über 1h steige ich erst aus dem Wasser und im Kopf ist damit das Rennen schon vorbei. Ab aufs Rad und raus aus Miami schlägt mir der Wind ins GEsicht und auch mein Bike macht wieder Zicken. Ich bekomme meine Gedanken so gar nicht sortiert und ich leide unter dem Winde und dem Wissen um die schlechte Schwimmzeit. Im 2 Minuten Takt kommt die Klemme für meine Sattelstütze aus dem Rahmen und auch mit meinem Lenker stimmt was nicht. Endlich kommt die langersehnte Wend bei KM 45 und ab jetzt hilft der Wind mir. Zumindest bis er wieder dreht … Weder beim Schwimmen noch beim Radfahren geht an dem Tag auch nur ein Bisserl was. Auf der Laufstrecke habe ich mir für diesen Tag ein 1:45h vorgenommen und so lauf ich auch los. Die Rechnung habe ich aber ohne die Sonne gemacht, die an diesem Tag die 33 Grad auf den Asphalt zaubert. Ich entscheide mich für das gesunde Durchkommen und ich laufe einfach in der Komfortzone und dantel den Lauf heim.

Im Ziel und dann wieder im Hotel überwältigen mich dann aber die Gefühle, ich kann es kaum fassen was für eine Scheiß Rennen ich da abgeliefert habe. Null Fighterherz, null Power dichte ich mir selbst an. Aber das Ganze wird dann relativiert als die Ergebnisse online sind. Bei meinen bisherigen Halbdistanzen habe ich es noch nicht mal in die vordere Hälfte der Finisher geschafft. In Miami dann aber unter das erste Drittel. Jetzt heißt es Offseason.

Alles in allem ist auch das eine Erfahrung die ich machen muss und auch die kann mir keiner nehmen. Danke Miami Du kleine Bitch.

Danke an alle Volunteers für den Super Job auf und um die Strecke

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