Kölner Leselauf – Mein erster Wettkampf

So, da ist er nun. Mein erster Racebericht. Gestern habe ich erstmals einen Wettkampf bestritten, den Kölner Leselauf – 10 km. Noch im Januar hätte ich mir das nicht vorstellen können, geschweige denn, in Angriff genommen. Aber dann kam mein Freund und Coach, the one and only Rubinator, auf die Idee, dass ich ein paar Dinge in meinem Leben ändern muss und swupps … ich bekam Woche für Woche einen Trainingsplan. Ziel: der Ahrathon am 13. Juni 2015, Distanz Halbmarathon.

Commitment abgegeben und losgelegt. Immer wieder musste ich pausieren, weil die Grippewelle mich dieses Jahr als Referenzobjekt ausgesucht hat, aber das hat mich nur dazu ermutigt, erst recht hart zu trainieren, sobald ich wieder genesen war.

Die Veränderung nach ein paar Trainingswochen war unglaublich. Nicht nur, dass meine Leistung sich stetig verbessert und sich der Körper rasant verändert (stramme Beine, strammer Po, eine Körbchengröße weniger), ich fing auf einmal an, mein Geld in Funktionsklamotten zu investieren, statt in High-Heels und Handtaschen.

Top ausgerüstet ging es dann gestern bei Sonnenschein zum Stadion meines Vereins. Dieses Mal nicht, um den geliebten FC Köln anzufeuern, sondern um vor dem großen Milestone Ahrathon Wettkampfluft zu schnuppern und einmal selbst angefeuert zu werden. Rouven holt mich morgens ab und ich muss leider nüchtern in den Tag starten, weil ich aufgeregt, wie ein Teenager vor dem ersten Kuss, mein Frühstück nicht bei mir behalten konnte.

Startunterlagen abholen, Atmosphäre auf der Ostkampfbahn einatmen, in der Sonne chillen, warmlaufen, Stretching und schon stand ich im Startblock. Alle Nervosität war vergessen. Dann der Startschuss und meine Beine sind bereit, das Erlernte abzuliefern. Rouven schießt maschinenmäßig an mir vorbei und ruft mir noch zu, dass ich auf meine Uhr achten soll. Ok! Mache ich.

Ruckzuck erreiche ich meinen Wettkampfpuls und spüre schnell meine Grenzen, indem ich Seitenstechen bekomme. Also mal 10 Herzschläge runter und mich dann langsamer eingrooven. Klappt! Dann laufe ich einfach nur noch ganz gleichmäßig im vorgegebenen Pulsbereich. Runde für Runde laufe ich durch und um das RheinEnergie Stadion. Vier mal an der lieben Sassy vorbei, die als Groupie für mich gekommen ist, mir ein Lächeln beim Vorbeilaufen ins Gesicht zaubert und dies fotografisch festhält. In der dritten Runde habe ich auf einmal keinen Bock mehr und will nur noch, dass es vorbei ist. Ich beiße die Zähne zusammen und verlasse mich auf meine Beine, die tapfer weiter laufen.

Just in diesem Moment läuft der Rubinator mit sensationellen 43 Minuten ins Ziel, wartet dort auf mich und läuft mit mir die letzte Runde. Das gibt mir neue Motivation und ich lege noch mal einen Zahn zu. Auf den letzten 200 Metern motiviert er mich noch, die Läuferin vor mir zu überholen. Ich gehorche und gebe Gas, überhole und laufe mit 1:00:24 ins Ziel.

Der erste Gedanke: Mist, das hätte ich auch unter einer Stunde schaffen können. Ich bin also angekommen, in der Welt der Athleten.

 FullSizeRender

Ein Gedanke zu „Kölner Leselauf – Mein erster Wettkampf“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.